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<title>Filialkirche Strassen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Filialkirche Strassen</span></h1>
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<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Filialkirche Strassen</b> steht in <span style="border-width:0px; padding:0px; margin:0px;">1098&nbsp;<abbr title="Höhe über dem Meeresspiegel">m</abbr></span> Seehöhe in freier Lage neben der Durchzugsstraße in der Gemeinde <a href="Strassen_(Tirol)" title="Strassen (Tirol)">Strassen</a> im <a href="Bezirk_Lienz" title="Bezirk Lienz">Bezirk Lienz</a> im <a href="Bundesland_Tirol" class="mw-redirect" title="Bundesland Tirol">Bundesland Tirol</a>. Die dem Patrozinium hl. <a href="Dreifaltigkeit" class="mw-redirect" title="Dreifaltigkeit">Dreifaltigkeit</a> unterstellte Filialkirche gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Sillian" title="Liste der Pfarren im Dekanat Sillian">Dekanat Sillian</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Innsbruck" title="Diözese Innsbruck">Diözese Innsbruck</a>. Die Kirche steht unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Strassen_(Tirol)#Q1257725" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Strassen (Tirol)">Listeneintrag</a>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Im Jahre 1638 wurde eine bestehende Kapelle vergrößert und 1641 durch den <a href="Brixen" title="Brixen">Brixner</a> Weihbischof <a href="Anton_von_Crosini" class="mw-redirect" title="Anton von Crosini">Anton von Crosini</a> eingeweiht. Da die Kirche zu klein war, wurde im Frühjahr 1763 die gesamte Kapelle bis auf die Grundmauern abgetragen und durch den Baumeister Thomas Mayr aus <a href="Lienz" title="Lienz">Lienz</a> mit einem Neubau begonnen. Im Jahre 1930 wurde eine Innenrenovierung durchgeführt und es folgte eine <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristeierweiterung</a>.
</p><p>Im Jahre 1949 bis 1952 wurde das Kirchendach mit Schindeln neu bedeckt und die Außenfassade renoviert. 1954 wurden die zwei <a href="Beichtstuhl" title="Beichtstuhl">Beichtstühle</a> aufgestellt und 1979 durch neue ersetzt. In den Jahren 1977–1979 und 1990 erfolgte eine komplette Innen- und Außenrestaurierung, die Finanzierung erfolgte großenteils durch <a href="Spende" title="Spende">Spenden</a>. Am 15. Juli 1979 wurde die Kirche durch <a href="Di%C3%B6zesanbischof" title="Diözesanbischof">Diözesanbischof</a> <a href="Paulus_Rusch" title="Paulus Rusch">Paulus Rusch</a> geweiht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<p>Für den äußerst reizvollen barocken Zentralbau mit einer Kuppel und einem Fassadenturm scheint sich Thomas Mayr an den Bauten des salzburgerischen Hofbauverwalters <a href="Wolfgang_Hagenauer" title="Wolfgang Hagenauer">Wolfgang Hagenauer</a> in Böckstein und Viehhofen orientiert zu haben.
</p><p>Das Kirchenäußere zeigt einen oktogonalen Zentralraum und einen höheren rechteckigen Chor und beidseits am Chor symmetrisch angebaute Sakristeien. Das achtseitige geschwungene Kuppeldach trägt eine achtseitige Laterne mit Viereckfenstern. Die vorspringende Hauptfront hat Pilaster und darüber einen Turm mit Zwiebelhaube mit Schallöffnungen mit unterbrochenen Konvexbögen. Der übrige Kirchenbau zeigt eine Putzgliederung mit Pilastern und Quadermalerei und darüber ein Kranzgesims mit der Andeutung von Gebälk durch ein Triglyphenmotiv. Über dem Portal nennt ein Chronogramm 1769. Der Turm zeigt das Fresko <a href="Guter_Hirte" title="Guter Hirte">Guter Hirte</a> von <a href="Oswald_Kollreider" title="Oswald Kollreider">Oswald Kollreider</a> 1979.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Kircheninnere zeigt einen Zentralraum mit sehr qualitätvoller Architektur und Ausstattung. Der Zentralraum wird durch acht massive Wandpfeiler mit Doppelpilastervorlagen mit stuckverzierten Kapitellen und einem darüberliegenden weit ausladenden Gebälkstück. Die dadurch gebildeten flachen Nischen sind oben mit Rundbögen unterwölbt; die rückwärtigen fünf Nischen sind durch Emporenbrücken unterteilt und mit Korbbögen unterwölbt. Anstelle der vordersten Nische besteht eine Ausweitung zum kreuzgratgewölbten Chor, und in den beiden flankierenden Nischen stehen Seitenaltäre. Über den Gebälkstücken der Wandpfeiler wird das Oktogon in den Kreis und damit zur Kuppel übergeleitet, die durch flache, zur Laterne hin sich verjüngende Gurte in acht Felder unterteilt ist. Die Fenster haben unterbrochene Konvexbogen.
</p><p>Die Kuppelmalerei schuf der Brixner Hofmaler <a href="Franz_Anton_Zeiller" title="Franz Anton Zeiller">Franz Anton Zeiller</a> 1768, mit zwei Zyklen zu je vier Bildern, gewidmet der <a href="Jungfrau_Maria" class="mw-redirect" title="Jungfrau Maria">Jungfrau Maria</a> und dem hl. <a href="Franz_Xaver" title="Franz Xaver">Franz Xaver</a>. Im Kuppelteil über dem Eingang befindet sich ein Selbstporträt des Künstlers mit Signatur und Datierung. Die Stuckmedaillons im obersten Teil der Wandpfeiler zeigen Darstellungen aus dem <a href="Altes_Testament" title="Altes Testament">Alten Testament</a> versehen mit Versen aus der <a href="Lauretanische_Litanei" title="Lauretanische Litanei">Lauretanischen Litanei</a>. Chronogramme nennen mit 1763 den Baubeginn und mit 1768 das Jahr der Ausmalung. Im Chor befindet sich die Darstellung Engelreigen um <a href="IHS" title="IHS">IHS</a> und <a href="Evangelist_(Neues_Testament)" title="Evangelist (Neues Testament)">Evangelisten</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einrichtung">Einrichtung</h2></div>
<p>Die Altäre aus 1770 zeigen ähnlichen Aufbau mit Säulen, verkröpften Gebälkstücken und Aufsätzen mit Voluten und Putti. Der <a href="Hochaltar" title="Hochaltar">Hochaltar</a> zeigt das Bild <a href="Kr%C3%B6nung_Mariens" title="Krönung Mariens">Krönung Mariens</a> durch die Heiligste <a href="Dreifaltigkeit" class="mw-redirect" title="Dreifaltigkeit">Dreifaltigkeit</a> als vergrößerte Kopie des alten Altarblattes gemalt von Johann Mitterwurzer 1778 und trägt die Statuen der Heiligen Jakobus der Ältere, Petrus, Paulus, Franz Xaver. Die Seitenaltäre zeigen Bilder von <a href="Karl_Henrici" title="Karl Henrici">Karl Henrici</a> 1770/1778, links Tod des hl. Josef und die Statuen der Heiligen Silvester und Gregor, und rechts Tod des hl. Franz Xaver und die Statuen der Heiligen <a href="Ignatius_von_Loyola" title="Ignatius von Loyola">Ignatius von Loyola</a> und <a href="Aloisius_von_Gonzaga" title="Aloisius von Gonzaga">Aloisius von Gonzaga</a>.
</p><p>Die Kanzel zeigt reiche Ornamente und ausladende Verzierungen am Deckel, das Gegenstück zur Kanzel bildet ein Glaskasten mit einer barock bekleideten Marienfigur. Es gibt ehemalige Fahnenblätter <a href="Heilige_Familie" title="Heilige Familie">Heilige Familie</a> und <a href="Maria_Immaculata" class="mw-redirect" title="Maria Immaculata">Maria Immaculata</a> aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Kreuzwegstationen aus Heiligkreuz bei Hall in Tirol entstanden im 18. Jahrhundert.
</p><p>Die <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> mit 10 <a href="Register_(Orgel)" title="Register (Orgel)">Registern</a> auf einem <a href="Manual_(Musik)" title="Manual (Musik)">Manual</a> und <a href="Pedal_(Orgel)" title="Pedal (Orgel)">Pedal</a> baute <a href="Orgelbau_Pirchner" title="Orgelbau Pirchner">Franz Reinisch II.</a> 1902. Eine Restaurierung führte 2018 <a href="Christian_Erler" title="Christian Erler">Christian Erler</a> durch.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Glocke nennt Franz Graßmayr 1787.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Strassen, Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit.</i> In: <i>Die Kunstdenkmäler Österreichs. <a href="Dehio_Tirol_1980" title="Dehio Tirol 1980">Dehio Tirol 1980</a>.</i> S. 775–776.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Filialkirche_zur_Hl._Dreifaltigkeit,_Strassen?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit, Strassen</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Martha Fingernagel-Grüll, Karin Schmid-Pittl: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/19854.pdf"><i>Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit.</i></a> In: <i><a href="Tiroler_Kunstkataster" title="Tiroler Kunstkataster">Tiroler Kunstkataster</a>.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 22.&nbsp;März 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AFilialkirche+Strassen&amp;rft.title=Filialkirche+zur+Hl.+Dreifaltigkeit&amp;rft.description=Filialkirche+zur+Hl.+Dreifaltigkeit&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fgis.tirol.gv.at%2Fkunstkatasterpdf%2Fpdf%2F19854.pdf&amp;rft.creator=Martha+Fingernagel-Gr%C3%BCll%2C+Karin+Schmid-Pittl">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://organindex.de/index.php?title=Strassen_(Tirol),_Hl._Dreifaltigkeit"><i>Strassen (Tirol), Hl. Dreifaltigkeit – Organ index, die freie Orgeldatenbank.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 5.&nbsp;Dezember 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AFilialkirche+Strassen&amp;rft.title=Strassen+%28Tirol%29%2C+Hl.+Dreifaltigkeit+%E2%80%93+Organ+index%2C+die+freie+Orgeldatenbank&amp;rft.description=Strassen+%28Tirol%29%2C+Hl.+Dreifaltigkeit+%E2%80%93+Organ+index%2C+die+freie+Orgeldatenbank&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Forganindex.de%2Findex.php%3Ftitle%3DStrassen_%28Tirol%29%2C_Hl._Dreifaltigkeit&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">46.750294</span><span class="longitude">12.488342</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:46.750294,12.488342"><span title="Breitengrad">46°&nbsp;45′&nbsp;1,1″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">12°&nbsp;29′&nbsp;18″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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